Warrior Queen

In den 80ern gab es viele Wellen an Spielfilmen, alle wurden durch einen efolgreichen Film aus Hollywood los getreten. Der Exploitationsfilm hatte einige Höhepunkte und wir als Zuschauer haben einige Perlen bekommen. Doch dann gibt es die Filme, welche auch im Fahrwasser produziert wurden, doch niemand redet mehr über sie. Das muss nicht etwas Böse bedeuten. Doch manchmal ist das Vergessen besser. Die Frage ist: Wohin gehört Warrior Queen? Müssen wir den Film vergessen oder ist es doch ein Highlight? Denn ähnlich wie Barbarian Queen gehört er zu den Babarenfilmen. Obwohl eher gesagt, schwimmt man hier eher im Fahrwasser von Caligula und anderen Filmen, die das alte Rom zeigen. Hier aber Pompeii. Dazu hat man mit Donald Pleasence einen bekannten Namen dabei, auch Sybil Danning ist bekannter gewesen und Samantha Fox ist auch dabei. Welche nicht die britische Sängerin ist, sondern die Pornodarstellerin. Dazu hat man eine Laufzeit von knapp 79 Minuten. Also kann es nicht so schlimm sein oder?

Die Handlung spielt in Pompeii so 79 n. Chr.. Die Stadt steht kurz vor dem Untergang, doch die Bevölkerung ist das Egal. Die junge Vespa wurde aus Palestina entführt, sie soll als Sklavin verkauft werden. So landet sie beim Herrscher Clodius und der nur Orgien im Sinn. Doch Vespa ist noch Jungfrau, sie soll beim Herrscher nochmal versteigert werden. Der Gladiator Goliath hat ein Auge auf sie geworfen, doch auch Marcus der freundlicher ist. Auch Berenice will Vespa helfen. Doch der Vulkan droht langsam auszubrechen.

Es scheint als sei einem 1987 schon die Ideen für diese Art von Filmen ausgegangen zu sein. Auch die Formel nimmt man nicht. Sondern versucht hier einen erotischen Film zu drehen, der sehr deutlich an Caligula angelehnt ist. Doch Warrior Queen hat sehr viele Probleme. Als Zuschauer füllt man sich schnell gelangweilt und das bei der Lauzeit von 79 Minuten.

Alles bei Warrior Queen fühlt sich falsch an. Der Film zieht sich und wir sind dann doch mitten in der Handlung, man gibt uns sogar ein genaues Datum. Was auf den Untergang von Pompeii hindeuten soll. Doch dann ist dies erst Mal wieder vergessen. Dann lernen wir Vespa kennen, deren Namen wir aber kaum hören, sie redet auch nicht viel. Sie ist einfach da. Sie wird schell zum Objekt der Begierde aller, aber auch das ist irgendwann vergessen, bis zu dem Punk an dem es wieder gebraucht wird in der Handlung. So lernen wir aber auch die anderen Figuren im Film kennen. Was aber auch nicht viel bringt. Keiner von ihnen ist irgendwie interessant oder ein Schauspieler hatte lust dazu. Donald Pleasence wirkt so, als ob er nur Anwesend war und es für das Geld gemacht hat. Sybil Danning schaut meist finster und Richard Hill ist einfach nur.

Einzig Tally Chanel versucht etwas zu schauspielern. Dabei muss sie auch immer wieder nackt sein. Hier ist das zweite Problem von Warrior Queen, die Orgien. Wir sind mitten in den Sexszenen und alles wirkt langweilig, keiner hat Lust. Es könnte fast zu realistisch sein, das alle es nur für den Herrscher machen. Doch für den Zuschauer ist das langweilig. So werden auch einige Szene gestreckt und so fühlen sich die 79 Minuten sehr lang an. Man hat keine Ahnung ob nun zwei Minuten vergangen sind oder zwanzig. Dabei läuft alles auch sehr langsam ab. Selbst der Kampf in der Arena, wo es dann zur Action kommt. Also was man Action nenne möchte. Man sieht wie zwei Männer sich mit Scheiben bewerfen. Die sind gefährlich, was uns der Film zeigt in dem Goliath damit ins Publikum wirft und die Scheibe im Kopf eines Zuschauers stecken bleibt. Es gibt sogar eine kurze Splatterszene, hier fallen dann Gedärme aus dem Bauch. Dann geht es aber weiter mit der Langeweile.

Falls man als Zuschauer am Ende nicht schon geistig abgeschalten hat, bekommt man dann Stockfootage von Vulkan ausbrüchen und Statisten die Fliehen serviert. Ja der Untergang sieht ganz nett aus, es fallen ein paar Bauten zusammen, aber von Hocker reißt das einem nicht. Warrior Queen versucht es hier auch nicht mehr. Man merkt allen an, das keine wirklich lust auf diesen Film hatte.

Warrior Queen ist ein langweiliges Stück Film. Man versucht es zwar scheitert aber.