Blood Fest ★★★

Der war lustig, und aus meiner Sicht aufgrund der Thematik als geheimes Supporter-Surprise-Screening sehr gut und passend ausgewählt. Klar wird er keine Preise für Originalität gewinnen; vor allem der Vergleich mit dem – ungleich besseren – "The Cabin in the Woods" drängt sich auf. Aber er ist eine nette Hommage aufs Genre, die sowohl die Klassiker als auch die Trends der letzten Jahre auf amüsante Art und Weise aufs Korn nimmt, und sich zugleich mit unserer Faszination mit Horror-Filmen auseinandersetzt. Die Figuren waren zwar Klischees, aber dennoch größtenteils sympathisch, und die Story zwar vorhersehbar, aber trotzdem überwiegend kurzweilig. Im Vergleich zum gerade erwähnten "The Cabin in the Woods" fehlt es zwar an Schärfe, Raffinesse und Genialität. Zudem ist "Blood Fest" – im Gegensatz zu diesem, der trotz aller Unterwanderung der bekannten tropes eben auch als Vertreter des Horrorfilm-Genres funktioniert hat – zu keinem Zeitpunkt wirklich spannend und/oder gruselig, und richtet sich damit definitiv an erster Linie an Liebhaber des Genres, die auch einer Komödie, die dieses (und ein bisschen auch sie selbst) aufs Korn nimmt, nicht abgeneigt sind. Aber im richtigen Rahmen und mit dem richtigen Publikum macht er durchaus Spaß.