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  • Mowgli: Legend of the Jungle

    Mowgli: Legend of the Jungle

    ★★★½

    Für mich, der diese Geschichte zum letzten Mal in seiner Kindheit als Zeichentrick-Variante gesehen hat, war Mogli – Legende des Dschungels ein ergreifendes und einnehmendes Erlebnis. Nicht zuletzt wegen des düsteren Grundtonus und des erwachseneren Anstrichs, den Andy Serkis Version parat hält. Der Film ist arm an Comedy und lässt Gesangseinlagen gänzlich vermissen, die transportierten Gefühle bleiben hier jedoch keineswegs auf der Strecke. Auch wenn ich sagen muss, dass viele Szenen gerne emotional etwas tiefgehender ausgebaut sein könnten. Ebenso schien…

  • Into the Night

    Into the Night

    ★★★

    Kopfüber in die Nacht ist ein wenig zu lang geraten, weitestgehend arm an Tempo und Spannung. Der Film ist also weit davon entfernt, ein adrenalingeladenes Actionfest zu sein. Doch wer sich schon immer des Nachts mit Jeff Goldblum und Michelle Pfeiffer auf den Straßen L.A.s tummeln wollte und sich auf einen schlafwandlerischen Trip einlassen kann und will, der wird mit Kopfüber in die Nacht durchaus seinen Spaß haben können. Der Film dümpelt zwar mehr oder weniger lediglich vor sich hin, erzielt damit aber auch gekonnt eine treibende Wirkung, die einen ebenso schlaflos, hilflos und gemächlich in das Geschehen eintauchen lässt wie Hauptfigur Ed.

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    www.filmtoast.de/kopfueber-in-die-nacht/

  • Sicario: Day of the Soldado

    Sicario: Day of the Soldado

    ★★★★

    Würde der enorm große Schatten des brillanten ersten Teils von Denis Villeneuve nicht allgegenwärtig über Sicario 2 hängen, dann würde der Nachfolger noch besser da stehen, als er es ohnehin schon tut. Nun ist dieser zwar bei weitem kein solches Meisterwerk, wie es noch der erste Teil war, macht seine Sache aber außerordentlich gut und fühlte sich für mich sich von hinten bis vorne würdig an, auch wenn sich Sollima etwas in Villeneuves Fußstapfen verliert.

  • Buy Me

    Buy Me

    ★★½

    Die Aspekte rundum Oberflächlichkeit, Materialismus und (Un)abhängigkeit, die Vadim Perelman in seinem Drama Kauf mich – Kupi Menya umreißt, sind durchaus vielversprechend und interessant, auch wenn sich mir seine letztliche Intention nicht so recht erschließen wollte. Will Perelman genau diese Sinnlosigkeit des übermäßigen Freiheitsdrangs, der letzten Endes doch nur wieder zu neuen Abhängigkeiten führt, kritisieren?

    Das Millieu, in das man sich gemeinsam mit Katya begibt, übt jedenfalls ebenso, wie auch auf den Zuschauer einen gewissen Reiz und Erkundungsdrang aus. Nur…

  • It Chapter Two

    It Chapter Two

    ★★★½

    Es gibt zwei Sachen, die ich einfach niemals verstehen werde: Die eine wäre, wohin die Socken in der Waschmaschine ständig verschwinden, die andere, warum zum Teufel man sich hier dazu entschieden hat, auf den tollen ersten Teil eine überlange Komödie folgen zu lassen.
    Und dennoch, trotz des schmerzhaft verschenkten Potentials, hatte ich oftmals wirklich meine Freude mit dem zweiten Kapitel von ES. Und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass ich bei weiteren Sichtungen mit dem Wissen, was da…

  • Slender Man

    Slender Man

    ½

    Leute, die von klischeehaften und wenig innovativen Streifen mittlerweile übersättigt sind, sollten auf jeden Fall die Finger von Slender Man lassen. Aber auch wer den Videospielen und dem Mythos im Internet hinter der Figur des Slender Man etwas abgewinnen kann und sich vor platten Genre-Konventionen nicht scheut, der wird erkennen, dass dieser Film lediglich lieblos dahingeklatschte Stangenware ist. Obendrein ist das Szenenbild selbst für einen Horrorfilm entnervend dunkel und die Geschichte sowie die Charakterentscheidungen sind hinten und vorne hanebüchen. Dann…

  • Aquaman

    Aquaman

    ★★★★

    Oh Jason, was bist du nicht für ein spaßiger Sympathiebolzen...? :)
    Selbiges könnte man im Übrigen auch absolut über diesen Film hier sagen. Gerade das wundervolle Fantasy-Setting strotzt nur so vor Kreativität und ist von derartiger Bildgewalt, dass man sich gar nicht sattsehen kann und über die gesamte Laufzeit wahrsten Sinne des Wortes völlig in diese wundervolle Welt eintaucht. Dabei sind die Action Sequenzen bildgewaltig und opulent inszeniert und teilweise wirklich einfach komplett drüber. Doch auch in seinen ruhigeren und geerdeterenen Momenten beschert der Film dem geneigten Zuschauer ganz wunderbaren Sehgenuss.
    Aquaman 2 darf kommen <3

  • What Keeps You Alive

    What Keeps You Alive

    ★★★½

    Trotz der Altbekanntheit des Stoffs wurde hier mit nur wenig Mitteln ein effektiver kleiner Streifen geschaffen. Mitunter wirkt es zwar ziemlich konstruiert und aufdringlich, doch dank einem konsequent angezogenem Spannungsbogen, toller Kameraarbeit und guten Darstellern schafft es der Streifen, sich über einen Großteil seiner Laufzeit über Wasser zu halten. What Keeps You Alive ist dabei zwar nicht immer ganz so unberechenbar, wie er es vielleicht gerne wäre, macht aber handwerklich und drehbuchtechnisch vieles richtig und bietet eine Vielzahl an sppannenden…

  • Why Him?

    Why Him?

    ★★½

    Brian Cranston ist definitiv zu gut für diesem Film.
    Was aber noch nicht heißt, dass der Film an sich nicht ne an sich unterhaltsame Nummer ist. Klar, einige Szenen übertreiben es schon arg (Stichwort: Elchhoden im Gesicht), aber genau dieser agressiv banal-dümmliche Humor hält den Film für Anhänger oder immerhin Nicht-Hasser dieser Art von Comedy über Wasser.
    An sich ist Why Him also letzten Endes eine Komödie zum vergessen, was in den Parametern, in denen sich der Film bewegt, nicht ganz so hart ist, wie es vielleicht klingen mag.

  • The Nice Guys

    The Nice Guys

    ★★★★

    Shane Blacks The Nice Guys entzückt als kurzweilige Action-Komödie in so gut wie allen Belangen. Der Film trägt dabei so sehr die Handschrift von Shane Black, dass es schon beinahe körperlich schmerzt. Und zwar vor Lachen. Nun ist die zugrundeliegende Story hier zwar eher überraschungsarm und zweckdienlich, aber auch durch und durch solide und vermag es, den Film durchweg über seine Laufzeit von 116 Minuten zu tragen. Größter Pluspunkt des Streifens ist zudem ohne jeden Zweifel das tolle Darsteller Duo,…

  • R.I.P.D.

    R.I.P.D.

    ★½

    R.I.P.D. ist mindestens genauso wenig plastisch, wie er seelenlos ist. Da bringen dann auch ein Ryan Reynolds und Jeff Bridges in den Hauptrollen als gelegentlich gut harmonierende Cop-Buddies nur wenige Abhilfe. Dabei hätte der Film die nette kleine Schwester von Men in Black sein können. Stattdessen verlässt man sich erfolglos auf zumeist leider nur wanna-be coole Sprüche und liefert letzten Endes einen ärgerlich miserablen CGI-Overkill ab, der selbst bei Leuten, die für solchen Quatsch offen sind, nicht unbedingt viel Anklang finden dürfte.

  • High-Rise

    High-Rise

    ★★★

    Ein Film zum wahnsinnig werden.
    Selten habe ich mich bei einer Sichtung so schwer getan, wie hier. High Rise ist dermaßen sperrig und unwirsch inszeniert, trumpft aber auch gleichzeitig mit einer wunderbaren Vielschichtigkeit und tollen Darstellern auf. Die Kameraarbeit ist in manchen Szenen beinahe virtuos, der Film mit dem Hochhaus als Mikrokosmos eine hervorragende Allegorie auf die Gesellschaft. Die andauernde, skurrile Überspitztheit und die scheinbare Zusammenhangslosigkeit lassen die 2 Stunden Laufzeit beinahe allerdings wie 3 wirken.
    Werde ich mir den Streifen noch einmal ansehen? - Mindestens.