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  • Glass

    Glass

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Unbreakable und Split handeln davon, wie besondere Fähigkeiten entstehen und sichtbar gemacht werden können, Glass schließlich stellt in Frage, ob diese Fähigkeiten überhaupt sichtbar sein sollten. Das ist, finde ich, nicht die interessanteste Frage, die die Existenz von Superkräften aufwirft, zumal sie hier wieder ohne Spielraum in einen Twist gequetscht wird, aber Shyamalan bleibt sich seiner psychologischen Perspektive treu, zeigt wenig Actionszenen, sondern lieber deren Folgen für die Figuren. Kräfte entstehen ja hier aus Defiziten, körperlichen wie psychischen. Aus Schwächen…

  • The Favourite

    The Favourite

    Yorgos Lanthimos' Filme sind statisch. Er baut eine das Bürgerliche herausfordernde zwischenmenschliche Konstellation und breitet diese Konstellation dann über den Film aus, spielt aber kaum mit ihr herum, lässt sie in ihrem Urzustand, setzt seinen Punkt, stellt aber keine Fragen und lässt mich daher immer mit einem gleichgültigen "So what?" zurück. The Favourite ist zwar etwas weniger starr, weil die Schauspielerinnen endlich mal deutliche Nuancen zeigen dürfen, die Interaktionen immerhin Spaß machen und tatsächlich mal etwas über eine menschliche Emotion…

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  • Toni Erdmann

    Toni Erdmann

    Man stelle sich Toni Erdmann auf Französisch vor: eine plumpe Culture-Clash-Komödie. Oder auf Amerikanisch: Ungleiches-Paar-Selbstfindungskitsch mit Moralkeule. Nein, erst die gute deutsche Trockenheit macht Toni Erdmann zu etwas Besonderem, weil sie in ihrer Bescheidenheit nichts vorschreibt. Weder die Lacher, die beiläufig und auf gut Glück erzeugt werden und genauso gut ausbleiben könnten, ohne dem Film sein Fundament zu nehmen. Noch die Identifikation, die durch eine verblüffend exakte Nachahmung des Durchschnittlichen, aber Charakteristischen erzeugt wird und durch die authentische Darstellung. Selten…

  • Age of Cannibals

    Age of Cannibals

    Ein paar Kapitalisten-Arschlöchern dabei zusehen, wie sie Opfer ihres eigenen Überlegenheitsdenkens werden - herrlich.
    Aber so einfach macht es der Film einem dann doch nicht. Die satirische Distanz ist nicht groß genug, als dass man diese Unternehmensberater nicht auch als Menschen wahrnehmen würde (was natürlich auch den genialen Schauspielern zu verdanken ist, die auf dem Grat nicht nur wandern, sondern regelrecht tanzen). Und die Geschlossenheit ihres Weltbildes, die ihr Handeln beinahe glaubhaft rechtfertigt, verblüfft auf den ersten Blick, ist auf…