Kick-Ass

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Ist es verwunderlich, dass das Jahr 2002 mit der Veröffentlichung von "Spider-Man" als Urknall des stetig anhaltenden Stroms von US-Superheldenfilmen gesehen werden kann? Sicherlich, vorher gab es bereits die "X-Men" (und andere Strumpfhosen-Helden) auf der Leinwand, aber nach dem 11. September 2001 erhielten diese Art von Filmen eine neue Dringlichkeitsebene, die wohl am plakativsten in "Superman Returns" zum Vorschein kam, als das New York-Stand-In Metropolis vom Helden vor einer nahenden Katastrophe gerettet wurde: Das Publikum braucht die Vorstellung von Superhelden, von Menschen, die durch die ein oder andere Fügung zum Wohle aller handeln. Die uns vor Verbrechen und Katstrophen schützen. Die uns, um ein religiöses Motiv zu verwenden, erlösen von dem Bösen.

"Kick-Ass" ist sich diesem Umstand sehr wohl bewusst und zwar in einer Deutlichkeit, die ihn davor bewahrt, in Pseudo-Satire-Gebiete wie "Shrek – Der tollkühne Held" abzudriften. "Kick-Ass" liebt das Superheldengenre, er weiß aber auch um dessen albernen Facetten und die problematischen Implikationen und wird so zu einer funktionierenden Mischung aus Parodie und eigenständigem Werk, dessen viel kritisierte Gewalt Teil des Konzepts ist.

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