Split Second ★★★

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Was mein 18-jähriges Ich 2002 über diesen Film sagte:

Es gibt diese Filme auf dem Videomarkt, deren Hersteller sich offensichtlich für nichts zu schade sind. "Split Second" fällt eindeutig unter diese Kategorie. Nun erwartet eigentlich auch niemand von einer Videoproduktion (und schon gar nicht, wenn Rutger Hauer die Hauptrolle spielt) übermäßige Orginalität, solange sie wenigstens den Durst nach eineinhalb Stunden Unterhaltung stillen kann. Doch selbst hier versagt der Film.

"Split Second" spielt im Jahre 2008, in dem, verursacht durch die globale Klimaerwärmung, die Themse über die Ufer getreten ist und halb London unter Wasser gesetzt hat. Die Gesellschaft beginnt langsam zu verrotten und Ratten werden zur gefährlichen Plage. Hauer spielt einen Polizisten, der sich seit der Erdmordung seines Partner immer wieder im Fangnetz aus Gewalt und Alkohol verfängt. Dann kommt er einem Serienkiller auf die Spur, der seinen Opfer das Herz aus der Brust reißt. Zusammen mit seinem gebildeten, neuen Partner (Neil Duncan) heftet er sich an die Fersen des Mörders, der ihnen immer einen Schritt vorraus zu sein scheint. Schließlich entpuppt er sich als außerirdisches Monster, dass durch den Verzehr der Herzen die Kraft der Opfer zu erlangen hofft.

In dreckigen, langweiligen Bildern erzählt der Film seine Geschichte. Nun sollte man, wenn man schon Ideen stiehlt, sich ideallerweise aus dem Fundus der Besten der Besten bedienen. Doch stattdesen setzt der Film Versatzstücke aus "Predator" uninspiriert zusammen, einem Film, der seinerseits kaum als Highlight der Filmgeschichte bezeichnet werden kann (selbst im Rahmen des Sub-Genres des Science-fiction-Horrors).

"Split Second" hangelt sich von einer blutigen Einstellung zur nächsten, nur um im Showdown Hauer, Catrall und Duncan gegen ein lächerliches Plastikwesen antreten zu lassen. Es fehlt dem Film an Spannung, Humor und Substanz - und daran können auch die quasi-mystischen Unterbauten mit dem chinesischen Kalender nichts ändern.