World War Z

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Zombiefilme folgen oft einer einfachen Grundstruktur: Nach dem Ausbruch der Apokalypse findet sich ein bunt zusammengewürfelter Haufen Protagonisten in einem wie auch immer gearteten, zunächst sicherem Terrain wieder, z.B. ein Supermarkt oder eine Militärbasis. Die „Hurra-wir-leben-noch“-Euphorie wird schnell durch eine immerwährende Existenzangst ersetzt und am Ende bleibt meist die Erkenntnis, dass eingepferchte Menschen schlimmer sind als Untote vor den Türen.

Die Hölle, das ist der Andere – in Zombiefilmen ist dies gleich auf mehreren Ebenen zu verstehen. Mit seinem Klassiker "Die Nacht der lebenden Toten" schuf Regisseur George A. Romero 1968 diese Blaupause von dem Weltuntergang, gesehen durch die Augen einer ausgewählten Gruppe, seitdem werden die oft weltumspannenden Konsequenzen der Zombiebedrohung meistens angedeutet, aber selten gezeigt. "World War Z", von Marc Forster inszeniert und sehr lose basierend auf dem hervorragenden Buch "Operation Zombie" von Max Brooks, schickt sich an, die zu ändern. Das Ergebnis ist ein im wahrsten und übertragenden Sinne blutarmer Film, der sich weder für die vielfältigen Interpretationen des Zombiemythos interessiert noch für eine emotional befriedigende Charakterisierung.

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