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  • Bumblebee

    Bumblebee

    ★★★

    Einen guten Transformers-Film hätte ich nicht mehr erwartet, aber Bumblebee ist überraschend charmant und herzlich. Travis Knight inszeniert ein ansehnliches Coming-of-Age-Abenteuer. Leider hakt es beim Drehbuch und der Handlungsentwicklung. Zudem ist die 80er-Nostalgie teilweise doch zu klebrig aufgesetzt.

  • I, Tonya

    I, Tonya

    ★★★½

    I, Tonya entlarvt den Zuschauer. Schauen wir uns den Film wegen des Sports an? - Wohl kaum. Zwischen Groteske, Drama und Satire pendelnd, wird die eine „Wahrheit“ in Frage gestellt und gleichzeitig unterstrichen, wie sehr auch der Film nur eine künstlerische Interpretation der Story hinter der „Eishexe“ ist. Gepaart mit Sozialkritik am „American Dream“ ergibt sich ein stimmiges, aber letztendlich auch unbefriedigendes Gesamtbild.

  • Black Mirror: Bandersnatch

    Black Mirror: Bandersnatch

    ★★

    Black Mirror: Bandersnatch ist draußen und alle scheinen am Rad zu drehen. So ganz verstehe ich das nicht. Die Story ist recht mies, die Meta-Ebenen lockern das zwar auf, aber sind inhaltlich schnell verbraucht. Das interaktive Konzept ist im Games-Bereich schon lange etabliert und wirkt hier wie ein Gimmick, um den fahlen Plot geistreicher wirken zu lassen als er eigentlich ist.

  • Venom

    Venom

    ★★½

    Das Duo aus Venom und Tom Hardy unterhält erstaunlich gut und gerade die erste Hälfte macht einiges richtig. Bei der Figurenentwicklung, den Action-Szenen und dem Plotverlauf läuft dann aber einiges unrund. Die Konfliktfelder der Identität und Psyche verlaufen im Sand und enttäuschen. Hier wurde Potenzial verschenkt. Der raue und düstere Ansatz hat mir aber gefallen.

  • Batman Ninja

    Batman Ninja

    ★½

    Batman Ninja wartet mit einem fantastischen und wunderschönen künstlerischen Stil auf. So viele Szenen und Momente, die auf ästhetischer Ebene Ölgemälde in einer Galerie wert wären, aber zu mehr taugt der Film leider nicht.

    Der Rest ist nämlich vollends schrecklich. Die Handlung entwickelt sich in Bahnen, die noch dümmer sind als die Prämisse es vermuten ließe, zu keinem Zeitpunkt ensteht auch nur irgendeine Form von Spannung und an Charaktermomenten fehlt es gänzlich; da hat man ein gewaltiges Konglomerat an Batman-Antagonisten zur Verfügung, aber eine psychologische oder gar kommunikative Ebene fehlt gänzlich. Sich die 85 Minuten Laufzeit durchzuringen war wirklich anstrengend.

  • Outlaw King

    Outlaw King

    ★★★

    Der schottische 'Outlaw King' Robert the Bruce kämpft gegen die englische Fremdherrschaft Schottlands.
    Hinsichtlich der historischen Authentizität eine ganz andere Liga als Braveheart. Neben der Ausstattung und den Schauplätzen kann selbst die Darstellung der historischen Ereignisse größtenteils überzeugen. Dies hat aber zur Folge, dass der Film in seinem Verlauf sehr fragmentiert wirkt, da er Jahre des Krieges innerhalb weniger Ereignisse komprimiert, von denen wiederum einige aus mehreren historische Ereignissen kombiniert wurden. Ein schwieriger Spagat zwischen filmischer Dramaturgie und dem Anspruch…

  • Billionaire Boys Club

    Billionaire Boys Club

    ★★

    Billionaire Boys Club versucht sich cool und modern, ist damit aber gänzlich langweilig und uninspiriert. Rücksichtsloser Hedonismus und Dekadenz als Unterhaltungswert zu verkauften ist stets eine Gratwanderung. Die Schauspieler sind zwar wirklich bemüht, aber leider fehlt jegliche Substanz.

  • The Same Sky

    The Same Sky

    ★★½

    Tom Schilling als Spion der DDR auf einem Romeo-Einsatz im Westen. Leider ist das der einzige gute Plot unter den zahlreichen Handlungssträngen in Der gleiche Himmel. Der Rest ist das ziemlich plakative und einseitige Runterbeten von DDR-Klischees. Zu viel. Zu unreflektiert.

  • Mission: Impossible - Fallout

    Mission: Impossible - Fallout

    ★★½

    Beeindruckende Action-Sequenzen bietet Mission: Impossible - Fallout ohne Frage. Leider werden diese aber in dem Gefüge eines seelenlosen Filmes zusammengeklebt. Eindimensionale Figuren ohne Charakter, eine dröge Story, die versucht auf komplex zutun & immer wiederkehrende Expositions-Dialoge. Nach jedem Action-Klamauk folgt die Exposition für die nächste. Man hat kaum das Gefühl, dass ihr wirklich Menschen miteinander reden, sondern Roboter, die zur nächsten Hetzjagd einleiten möchten. Da wirkt Simon Pegg mit seinen eingestreuten Gags noch wie die menschlichste Figur.

  • Alien³

    Alien³

    ★★★½

    Fincher schafft es mit einer trostlosen, destruktiven & gar nihilistischen Grundstimmung, der Reihe in seiner nun schon dritten Episode einen neuen Anstrich zu geben und damit die philosophischen Ansätze der Franchise zu unterstreichen. Strukturell geht es im letzten Drittel aber deutlich bergab und gerade die Regie der Action kann nicht mit der hervorragenden Kameraarbeit der ersten Hälfte mithalten.

  • Annihilation

    Annihilation

    ★★★½

    Auslöschung ist albtraumhaft & paradiesisch zugleich; als ständige Gratwanderung zwischen Tod & Leben. Die Handlung entfaltet sich entsprechend ruhig, aber zugleich unheimlich, durchzogen von einigen Horrorspitzen. Durch den unwirklichen Look ergibt das eine stimmige Gesamtkomposition.

  • The Guns of Navarone

    The Guns of Navarone

    ★★

    Mal ganz ehrlich, der Film war doch auch schon 1961 nicht gut. Viel zu lang, lahm, unspannend und wirklich unspektakulär. Triviale Figuren (auch wenn die Besetzung positiv hervorzuheben ist), keinerlei Dynamik und ein grauenhafter Erzählrhythmus. Der hämmernde Soundtrack-Klangteppich tut dazu sein übriges. Alleine einzelne cineastische Ansätze und inszenatorische Ideen haben ihre Schauwerte, aber das war's dann auch. Ein "Klassiker", der nur um des "Klassiker"-Willens noch kein guter Film ist.